Stiftung Naturschutz
Stiftung Naturschutz

Der Steinkauz brütet in Höhlen und sucht seine Beute - größere Insekten, Regenwürmer, Mäuse und ähnliches - vor allem am Boden, gern auch zu Fuß. Das geht am besten in lückiger oder kurzrasiger Vegetation mit Ansitzwarten.

Er besiedelt unterschiedliche Lebensräume, die diese Anforderungen erfüllen.

Am Niederrhein sind dies traditionell vor allem Viehweiden mit höhlenreichen Kopfweidenbeständen, in Südwestdeutschland kurzrasige Obstwiesen mit höhlenreichen Hochstamm-Obstbäumen.

Diese Lebensräume, vor allem die Hochstamm-Obstwiesen haben seit den 1950er Jahren um über die Hälfte abgenommen. In den verbliebenen Obstwiesen und nicht nur dort wurde es darüber hinaus mit der Verbreitung der Motorsäge seit den 1960er Jahren viel einfacher hohle Bäume "aufzuräumen". Sie haben daher in der Landschaft so stark abgenommen, dass der Steinkauz aus vielen Landschaften völlig verschwand. Seit den 1970er Jahren wird dem vielerorts durch Naturschützer mit künstlichen Nisthilfen entgegengewirkt. So kommt der Steinkauz heute in nennenswerten Beständen nur noch in Gegenden  vor, in denen in geeigneten Lebensräumen Nisthilfen angeboten und unterhalten werden. Entsprechend lückig ist sein Verbreitungsgebiet.

Die Stiftung Naturschutz  hat es sich zum Ziel gesetzt, die von vielen lokalen Initiativen in Südwestdeutschland betreuten Gebiete zu vernetzen. Da sich Jungvögel bevorzugt im Umkreis ihres Geburtsorts ansiedeln, wurden dazu bisher ca. 60 eigene Nistkästen in geeigneten Lebensräumen um die Vorkommen in anderen Gebieten angebracht. Wir verwenden hierzu den Nistkastentyp mit "Schwingbügel" als Marderschutz.

 

Die Karte zeigt Orte/Kreise mit Steinkauzvorkommen. Man erkennt die z.T. großen Lücken in der Verbreitung, die durch die Stiftung Naturschutz miteinander vernetzt werden sollen:

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